Optionale Elemente "below-the-line"

    • Optionale Elemente "below-the-line"

      Hallo,

      In ebi 4.0 fehlen Elemente um Beträge "below-the-line" darzustellen.

      Ein paar Beispiele:
      • Leistungen Dritter: Diese dürften nicht als "normale" Rechnungspositionen mit 0% USt oder "nicht steuerbar angegeben werden, sondern nur below-the-line, also unterhalb des Rechnungsbruttobetrags.
      • Ein weiteres Beispiel sind Verzugszinsen, diese enthalten keine Steuern und dürfen ebenfalls nicht zu einem erhöhten Rechnungsbrutto führen, weil diese sonst bei erneuter Verzinsung zu Zinseszinsen führen würde.
      • Ein drittes Beispiel sind Guthaben, beispielsweise aus vorigen Rechnungen, die mit der aktuellen Rechnung gegengerechnet werden. Diese dürfen ebenfalls nicht zu einem (verringerten) Rechnungsbrutto führen, weil die Leistung ja bereits in Rechnung gestellt wurde. Dieser fall ist also eher eine Saldo-Information und führt beim Rechnungsempfänger nicht zu einer Buchung aber müsste mit den internen durchzuführenden Adjustments übereinstimmen.

      Die Summe aus dem Brutto-Rechnungsbetrag und diesen einzelnen Positionen sollte dann zu einem "zu zahlenden Betrag" führen.

      Diese Elemente könnten wie folgt in XML abgebildet werden (Elementnamen sind nur beispielhaft):


      ...
      <TotalGrossAmount>1000.00</TotalGrossAmount>
      <BelowTheLine>
      <LineItem>
      <Description>Leistungen Dritter</Description>
      <LineItemAmount>100.00</LineItemAmount>
      </LineItem>
      <LineItem>
      <Description>Verzugszinsen</Description>
      <LineItemAmount>1.00</LineItemAmount>
      </LineItem>
      <LineItem>
      <Description>Guthaben der letzten Abrechnung</Description>
      <LineItemAmount>-10.00</LineItemAmount>
      </LineItem>
      <OutStandingBalance>1091.00</OutStandingBalance>
      </BelowTheLine>


      Zusätzlich wäre es notwendig bei jedem Betrag zu markieren, ob die Beträge verbucht werden müssen oder ob sie nur mit den Adjustments abgeglichen werden müssen. OutStandingBalance (zu zahlender Betrag) wäre auf jeden Fall die Summe von TotalGrossAmount + Sumem der einzelnen LineItems.

      Viele Grüße,
      Peter Gerstbach
    • Nach Rücksprache mit dem BMF wäre folgendes angebracht:
      Mein Vorschlag mit der Surcharge ist keine gute Idee.

      Es muss zusätzlich zu den ListLineItem-Elemente noch "BelowTheLineItems" geben (die aber meiner Ansicht nach nicht strukturiert sein müssen). Im Vergleich zu den normalen ListLineItems benötigen diese aber keine TaxRate (da die Steuer schon verrechnet wurde).
      Das impliziert aber auch, dass es zusätzlich zu dem TotalGrossAmount-Element noch ein "PayableAmount"-Element geben müsste, welches als TotalGrossAmount + Summe(BelowTheLineElements) zu setzen wäre.

      Die gravierende Änderung in diesem Fall ist daher, dass nicht mehr "TotalGrossAmount" den Rechnungsendbetrag angibt, sondern "PayableAmount"!

      vg P. Helger
    • Vielen Dank Hr. Gerstbach für den Input!
      Damit ich es besser verstehe:
      • Warum dürfen Leistungen Dritter nicht als normale Rechnungsposition angegeben werden? Warum soll dabei keine USt verrechnet werden, wer die Leistung letztlich erbringt (Erfüllungsgehilfe oder nicht) ist doch steuerrechtlich irrelevant, oder?
      • Zu den Verzugszinsen: Es kann doch auch den Steuersatz 0 geben....
      • Wenn ich das Guthaben bereits eingezahlt habe, wars doch damals verUSTed. Warum soll jetzt die UST nicht gutgeschrieben werden?

      freundliche Grüsse
      Gerhard Laga
    • Hallo Hr. Laga!

      Zu Punkt 1: folgendes Szenario: ein Ministerium kauft im A1-Shop ein Handy. Dann wird dort direkt eine Rechnung ausgestellt und die USt-Pflicht fällt an. Dieser Betrag wird dem Ministerium später eben als "Below-the-line"-Position weiterverrechnet. Da aber bereits einmal Ust fällig war, darf es nich noch mal als solches ausgewiesen werden. Das ist sowas wie ein Zahlungsaviso.

      vg P. Helger
    • Dann ists eigentlich so was wie eine Mahnung? Ich würde es dann aber überhaupt nur noch als Text anführen, denn die Rechnung dafür gibts ja schon. Denn wenn ich 2x das gleiche verrechne (sei es auch ohne UST beim 2.mal), müsste ich die erste Rechnung stornieren.
      Wir werden das Thema aber sicher noch bilateral ansprechen und dann auch beim nächsten AK.
      liebe Grüsse
      gerhard laga
    • Nein, es ist keine Mahnung. Das Handy wird direkt im Shop ausgehändigt, und der Shop hat bereits eine Rechnung erstellt. Die Person die es abholt bezahlt es aber nicht sofort, sondern das Handy wird zusammen mit anderen Dienstleistungen (z.B.) am Monatsende über eine Gesamtrechnung an das Ministerium verrechnet.
      Daher erhöht dieser Betrag den Rechnungsbetrag, hat aber keine Auswirkung auf TotalGrossAmount -> daher brauchen wir einen "PayableAmount"
    • foidla schrieb:

      Vielen Dank Hr. Gerstbach für den Input!
      Damit ich es besser verstehe:
      • Warum dürfen Leistungen Dritter nicht als normale Rechnungsposition angegeben werden? Warum soll dabei keine USt verrechnet werden, wer die Leistung letztlich erbringt (Erfüllungsgehilfe oder nicht) ist doch steuerrechtlich irrelevant, oder?
      • Zu den Verzugszinsen: Es kann doch auch den Steuersatz 0 geben....
      • Wenn ich das Guthaben bereits eingezahlt habe, wars doch damals verUSTed. Warum soll jetzt die UST nicht gutgeschrieben werden?

      freundliche Grüsse
      Gerhard Laga
      • Fall 1 tritt z.B. auch auf, wenn der Ersteller der Rechnung die Transaktion für einen Dritten abwickelt aber nicht selbst die Leistung erbringt, z.B. bei A1 Handyparken. Die USt-relevante Rechnung kommt dann vom leistenden. Ein und dieselebe Leistung darf natürlich dan nicht auf zwei Rechnungen aufscheinen, auch nicht einmal mit 20% und einmal mit 0%. Deswegen unterhalb des Rechnungsbrutto.
      • Fall 2, Verzugszinsen: Zinsen werde häufig im Rechnungsbrutto aufgenommen, ist aber eigentlich nicht korrekt. Weil Zinsen ja keine Leistung in dem Sinne sind. Es ist auch nicht erlaubt Zinsen (bei nochmaligem Zahlungsverzug) erneut zu bezinsen. Damit das nicht passiert, ist es eine Möglichkeit, sie komplett aus dem Rechnungsbruttobetrag auszunehmen.
      • Fall 3: Ein Beispiel: Kunde erhält eine Gutschrift über 20 EUR (ganz normale Gutschrift, inkl. negativer USt) und eine Rechnung über 100EUR (ebenfalls mit USt). Bei dieser zweiten Rechnung könnte man aber anmerken, dass nur 80EUR zu zahlen sind. Die 20EUR Abzug dürfen aber nicht wieder eine USt enthalten. Das ganze ist ja nur eine Saldo-Information, die aber ganz wesentlich ist, damit die Zahlung dann auch korrekt durchgeführt wird. Im Grund müssen beide Seiten (Kunde & Lieferant) diese Adjustments sowieso in ihren Büchern nachführen - aber bei komplexeren Geschäftsbeziehungen ist es hilfreich, diese Information auf der Rechnung mitführen zu können. Insbesondere, wenn daraus automatisch eine Buchung ausgelöst werden soll!
      Viele Grüße,
      Peter Gerstbach

      P.S. Zur nächsten AK-Sitzung kommt auch unsere USt-Expertin mit, ich bin da selbst Laie...
    • Hallo,

      Warum müssen die "speziellen" Postionen "below the Line" sein. Man könnte doch die Rechnungspositionen um ein Flag(s)/Typen erweitern, welches den Typ kennzeichnet bzw kennzeichnet ob die Position in die Gesamtsumme aufsummiert werden soll oder nicht.

      Hintergrund: Dann könnte man auch Alternativpositionen abbilden.

      sG Wolfgang Axamit
    • Entscheidung aus dem AK am 4.9. Anforderung 4

      • Vorschlag für eine neue Struktur "Below the line" für die Abbildung von Nicht-rechnungsrelevanten Beträgen wie: Gutschriften, Verzugszinsen, Drittleistungen, usw.
      • Alle Einträge in "Below the line" sind relevant für den PayableAmount
      • Neues ROOT-Element (mandatory): PayableAmount
      • Wenn keine Below the lineElemente vorhanden sind, dann ist der TotalGrossAmount = PayableAmount
      • PayableAmount= TotalGrossAmount + SUM(Below the lineitems)
      • Neuer ComplexType auf Basis des jetzigen LineItemTypes(ev. ein gemeinsamer Supertyp)
    • XSD Vorschlag für Below The Line Einträge

      Hallo!

      Ich hätte folgenden Vorschlag wie man die Below-The-Line Einträge mit 3 Änderungen abbilden könnte.
      Dieser Vorschalg ist mit Hr. Gerstbach abgestimmt.

      1. Neuer Typ:
      <xs:complexType name="BelowTheLineItemType">
      <xs:sequence>
      <xs:element ref="PositionNumber" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="Description" maxOccurs="unbounded"/>
      <xs:element ref="ArticleNumber" minOccurs="0" maxOccurs="unbounded"/>
      <xs:element ref="Quantity"/>
      <xs:element ref="UnitPrice"/>
      <xs:element ref="Delivery" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="BillersOrderReference" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="InvoiceRecipientsOrderReference" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="AdditionalInformation" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="LineItemAmount"/>
      <xs:element name="Reason">
      <xs:annotation>
      <xs:documentation>
      Short description why this is below the line
      </xs:documentation>
      </xs:annotation>
      <xs:complexType>
      <xs:simpleContent>
      <xs:extension base="xs:string">
      <xs:attribute name="Type" type="xs:string" use="optional">
      <xs:annotation>
      <xs:documentation>An internal code for the TaxExemption</xs:documentation>
      </xs:annotation>
      </xs:attribute>
      </xs:extension>
      </xs:simpleContent>
      </xs:complexType>
      </xs:element>
      </xs:sequence>
      </xs:complexType>

      2. Erweiterung des DetailsType um die Below-The-Line Einträge:
      <xs:complexType name="DetailsType">
      <xs:sequence>
      <xs:element ref="HeaderDescription" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="ItemList" maxOccurs="unbounded"/>
      <xs:element ref="FooterDescription" minOccurs="0"/>
      <xs:element name="BelowTheLineItem" type="BelowTheLineItemType" minOccurs="0" maxOccurs="unbounded" />
      </xs:sequence>
      </xs:complexType>

      3. Erweiterung des InvoiceType um den Payable Amount:
      <xs:complexType name="InvoiceType">
      <xs:sequence>
      <xs:element ref="InvoiceNumber"/>
      <xs:element ref="InvoiceDate"/>
      <xs:element ref="Delivery" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="Biller"/>
      <xs:element ref="InvoiceRecipient"/>
      <xs:element ref="OrderingParty" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="Details"/>
      <xs:element ref="ReductionAndSurchargeDetails" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="Tax"/>
      <xs:element ref="TotalGrossAmount" />
      <xs:element name="PayableAmount" type="Decimal2Type"/>
      <xs:element ref="PaymentMethod" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="PaymentConditions" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="PresentationDetails" minOccurs="0"/>
      <xs:element ref="InvoiceRootExtension" minOccurs="0"/>
      </xs:sequence>
      <xs:attribute ref="GeneratingSystem" use="required"/>
      <xs:attribute ref="CancelledOriginalDocument" use="optional"/>
      <xs:attribute ref="DocumentType" use="required"/>
      <xs:attribute ref="InvoiceCurrency" use="required"/>
      <xs:attribute ref="ManualProcessing" use="optional"/>
      <xs:attribute ref="DocumentTitle" use="optional"/>
      <xs:attribute ref="Language" use="optional"/>
      </xs:complexType>

      vg P. Helger
    • Im letzten AK E-Billing wurde diese Struktur massiv vereinfacht. Sie schaut jetzt so aus:

      <xs:complexType name="ReasonType">
      <xs:simpleContent>
      <xs:extension base="xs:string">
      <xs:attribute ref="Date" use="optional"/>
      </xs:extension>
      </xs:simpleContent>
      </xs:complexType>

      <xs:complexType name="BelowTheLineItemType">
      <xs:sequence>
      <xs:element ref="Description"/>
      <xs:element ref="LineItemAmount"/>
      <xs:element ref="Reason" minOccurs="0"/> <!-- vom Typ ReasonType s.o. -->
      </xs:sequence>
      </xs:complexType>

      vg P. Helger